SAL 8141 ger

Geschichtlicher Überblick

Perus Geschichte teilt sich in 3 Perioden: Die präkolumbische Epoche, die Kolonialzeit und die Zeit der Unabhängigkeit. Die ersten nachweisbaren Hochkulturen stammen aus der Zeit um 1500 v. Chr.. Vor etwa 2000 Jahren bildeten sich daraus regional sehr individuell geprägte Einzelkulturen. Erst vor 700 Jahren stieg dann der Stamm der Quechua mit seinem Häuptling, dem Inka, in kürzester Zeit zum mächtigsten Volk des gesamten Andenraumes auf. Von der Hauptstadt Cuzco aus regierte der Inka ein Reich, das von Ecuador bis Chile reichte. Innere Zerrissenheit und eine Seuche halfen den Spaniern, diese Hochkultur 1532 gewaltsam zu erobern.

Geographie und Landschaft

Peru ist mit einer Fläche von knapp 1,3 Millionen Quadratkilometern das drittgrößte Land Südamerikas. Es ist in drei geographische Regionen unterteilt: Die Küste, Costa (gleichzeitig Wüste), umfaßt 11 Prozent der Fläche. Nach Osten steigt das Land abrupt zum Hochland auf, der Sierra mit 27 Prozent der Fläche. Die östlichen Kordilleren der Anden gehen über in das endlose Tiefland Amazoniens (62 Prozent der Fläche).

Flora und Fauna

Die Küstenwüste ist, bis auf die fruchtbaren Flussoasen, in denen schon vor Jahrtausenden Landwirtschaft betrieben wurde, fast vegetationslos. Im Hochland zeigt sich die Vegetation aufgrund der großen Höhenunterschiede besonders vielseitig: Kakteen, Bromelien, Agaven und der eingeführte Eukalyptusbaum prägen das Landschaftsbild. Hier haben die typischen Andentiere wie Lamas, Alpakas, Guanakos und Vicuñas und auch der majestätische Kondor ihren Lebensraum. Oberhalb 4.000 m wächst fast ausschließlich das als Icchu bekannte Pampa-Gras.
Im tropischen Regenwald enthüllt sich eine unbeschreibliche Vielfalt und Üppigkeit an Flora und Fauna, ganz besonders im Manú-Nationalpark, eines der artenreichsten Gebiete unserer Erde.

Bevölkerung

Die Gesamteinwohnerzahl Perus schätzt man auf 27 Mio. (1997). Davon leben allein 8 Mio. in Lima. Aber auch in anderen Küstenstädten ist der Bevölkerungsanteil des Landes hoch. Die Bewohner Perus leben somit zu 50 % an der Küste. Weierhin leben 40 % im Hochland und nur 10 % im riesigen Urwaldgebiet. Es dominiert die ethnische Gruppe der Indios mit 48%. Sie unterteilt sich im Hochland in zwei Stämme, die Quechuas und Aymaras, mit eigenen Sprachen gleichen Namens. Hauptlebensraum der Quechua-Indianer ist Cuzco und Umgebung. Die Aymaras leben heute rund um den Titicacasee und auf dem Altiplano. Zahlenmäßig folgen den Indios die Mestizen mit 33 %, die Weißen mit 12 % und die Schwarzen, Mulatten und Asiaten mit 6 %.

Landessprache

80 % der Menschen in Peru sprechen Spanisch. Außerdem werden von der indianischen Bevölkerung vor allem Quechua und Aymara gesprochen.

Religion

Offiziell ist Peru ein katholisches Land. Innerhalb der indianischen Bevölkerung, ganz besonders im Hochland, ist der christliche Glaube mit präkolumbischen und indianischen Religions­praktiken vermischt.

Staatsform

Peru ist eine Präsidialrepublik mit gewählten Präsidenten. Seit Ende der Militärdiktatur 1980 ist Peru wieder ein demokratisches Land. Wirtschaft Über ein Drittel der peruanischen Bevölkerung ist in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei tätig. Wichtigste Export­produkte sind Erdöl, Fischmehl, Kupfer und Baumwolle. Auch der Tourismus spielt eine bedeutende Rolle.

Klima

Peru liegt auf der Südhalbkugel. Wenn in Europa Winter ist, ist dort Sommer, und umgekehrt. Jedoch sind die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten, bedingt durch die Nähe zum Äquator, wesentlich geringer.
Außer im Wüstenstreifen an der Küste, wo es immer trocken ist, hat Peru eine Trockenzeit (März - Oktober) und eine Regenzeit (November - Februar).

Impfungen

Offiziell sind keine Impfungen vorgeschrieben. Zur größeren Sicherheit können Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus vorgenommen werden. Eine Tetanus-Impfung ist selbstverständlich. Bei Reisen in die Urwaldregionen sind eine Malaria-Prophylaxe sowie eine Gelbfieberimpfung notwendig.

Gesundheitshinweis

"Der Reisende sollte sich über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verwiesen."
Außerdem weisen wir darauf hin, dass bei längeren Flügen ein erhötes Thromboserisiko besteht. Holen Sie auch hierzu ärztlichen Rat ein.

Währung/Zahlungsmittel

Die offizielle Landeswährung ist der Nuevo Sol = 100 Céntimos.
Es empfiehlt sich, US-Dollar in bar oder als Traveller Checks mitzunehmen, die in Banken und Hotels problemlos eingetauscht werden können. Auch Euros können mittlerweise getauscht werden, allerdings zu einem ungünstigen Kurs.

Der offizielle Kurs (Stand Dezember 2002) ist:
1 US-Dollar = 3,65 Nuevos Soles / 1 Nuevo Sol = 0,27 D

Die Höhe

Fast jede Peru-Reise führt Sie auf Höhen bis ca. 4.000 m ü. M. und höher. Gegen die Höhenkrankheit ist eine gute Akklimatisierung das beste Mittel. Bei allen unseren ausgeschriebenen Reisen werden Sie stufenweise, meist über Arequipa (2.300 m), in große Höhen gelangen.

>>> Hinweis <<<

Vermeiden Sie bei der Planung Ihrer Reise Reiseverläufe, die Sie von Lima mit dem Flugzeug direkt nach Cuzco führen, vor allem, wenn Sie am selben Tag noch Besichtigungen vorhaben. Das führt in vielen Fällen zu Höhenunverträglichkeit, u. a. verbunden mit starken Kopf­schmerzen und Übelkeit.

Einreisebestimmungen

Als Bürger der Europäischen Gemeinschaft benötigen Sie für die Einreise nach Peru grundsätzlich kein Visum sondern nur einen Reisepass. Der Reisepass sollte bei Reiseende mindestens noch 6 Monate gültig sein.

Beste Reisezeit

Peru kann das ganze Jahr über bereist werden. Jedoch empfehlen wir Ihnen, die Trockenzeit zwischen März und Oktober zu wählen, da Sie in der Zeit mit besten Wetterverhältnissen rechnen können.