Lieber Herr Carrera,

wir hatten eine unbeschreiblich schöne Reise, hervorragend geplant und genauso hervorragend waren Ihre Partner vor Ort. Jede Abholung, jedes Hotel, jeden Wunsch haben Sie, ohne uns jemals gesehen zu haben bestens erfüllt. Aber fangen wir vorne an...

Eine Reise, die viele Ecktermine hatte, die sich nicht verschieben ließen. So konnten wir keinesfalls vor dem 26. August in die Lüfte, da ich noch bis zum 25. August arbeiten musste. Wir mussten am 28. August, weit im Norden von Argentinien, pünktlich zu einer Hochzeit erscheinen und wollten unseren eigenen Hochzeitstag, den 9.9., auf Machu Picchu verbringen. Dann wollten wir natürlich nicht gerne von Buenos Aires aus zurück fliegen sondern direkt von Lima aus... Wie sollte das gelingen? Es gelang! Nach ein paar Telefonaten und Emails war die Reise perfekt geplant.

Im Reisefieber bestiegen wir die Maschine nach Buenos Aires, erlebten die Traumhochzeit unserer Freunde, und starteten dann nach Lima.

In Lima erfreute uns gleich bei der Ankunft unsere deutschsprachige Reiseleiterin mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen. Wir wurden abgeholt und in das schöne Hotel "Antigua Miraflores" gebracht. 

HochzeitstaginMachuPicchu ger

Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und so wanderten wir durch den wunderhübschen Stadtteil Limas - Miraflores. Das Abendessen haben wir dann im Hotel eingenommen, wir wollten nicht lange suchen. Das Hotelpersonal war äußerst freundlich, und das Essen gut; sodass der erste Eindruck Peru's sehr positiv verlief.


Am nächsten Tag ging es weiter nach Arequipa. Die weiße Stadt; hm, na ja, von weiß haben wir nicht so viel gesehen, allerdings von unserem traumhaften Hotel mit ausgesprochen guter Küche. Es ist eine Oase in Arequipa, direkt unter der Brücke. Wir hatten das Doppelzimmer direkt unten am Fluss, so schliefen wir mit dem Rauschen des Wassers ein und hatten 2 traumhafte Nächte. Woanders essen gehen; nein, das mussten wir gar nicht. Sowohl die Küche war ausgezeichnet, als auch sehr freundliches Personal. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Die Stadtrundfahrt war sehr aufschlussreich und unser Guide, Rolando (den Nachnamen habe ich leider vergessen) glänzte mit perfektem Wissen.

Nach diesen 2 Nächten kam dann der erste richtige Höhepunkt unserer Reise, Colca Canyon mit Kreuz des Kondors. Auf dem Weg in die Colca Lodge überquerten wir einen Pass, der auf 4910 m über NN liegt. Ab einer Höhe von ca. 4000 m ändert sich die Vegetation; es gibt keine Kakteen mehr sondern ein goldfarbenes Gras, das den Vicuñas (sehen aus wie zierliche Lamas) als Futter dient. Diese Tiere haben eine ganz feine, teure Wolle, die soooo weich ist. Ich spielte mit dem Gedanken, mir einen Schal zu kaufen; aber 700 Dollar war mir der Schal dann doch nicht wert. Dann erreichten wir das Traumhotel Colca Lodge. Wie schön, dass Sie 2 Nächte für uns in diesem Hotel gebucht hatten! In traumhafter Lage inmitten eines Tales mit der so typischen terrassenförmigen Anlage. Am Abend haben wir in einem der 3 Natursteinbecken, die aus einer heißen Quelle gespeist wurden, den unvergleichlich wundervollen südlichen Sternenhimmel bewundert.

Während des Aufenthalts sind wir morgens direkt zum Kreuz des Kondors gefahren und haben dort ca. 14 Kondore unterschiedlichen Alters majestätisch durch die Lüfte ihre Kreise ziehen sehen dürfen. Dabei lernten wir auch, dass diese wundervollen Tiere bis zu 80 Jahre alt werden können und eine Spannweite von ca. 3 m erreichen. Im weiteren Verlauf des Tages haben wir noch einige nette Erlebnisse gehabt, so haben wir eine junge Dame in ihrer einheimischen Tracht bis in ihr Dorf mitgenommen. Ich hatte einen zahmen Adler auf dem Arm und nachmittags sind wir mit vielen schönen Eindrücken wieder im Hotel angekommen.

Auf dem Rückweg haben wir auf dem Pass unser Steinmännchen gebaut; sogar Rolando ließ es sich nicht nehmen, ein Mini-Steinmännchen zu bauen :-). In Arequipa haben wir nur noch eine Zwischenübernachtung eingelegt, bevor wir am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe nach Cusco aufgebrochen sind.

 

BlickaufdenVulkanMisti5823m ger

DietraumhafeteColcaLodge ger

SteinmnnchenamPatapampaPass4910m ger

In Cusco wurden wir von einer netten Reiseleiterin empfangen; Yovanna. Sie war in und um Cusco unsere Begleiterin. Wir fuhren auf direktem Wege nach Ollantaytambo, ein kleines Dorf mit einer großen Ausgrabungsstätte, die uns schon von außen sehr imponiert hatte. Das Dorf fanden wir nicht sehr interessant, aber das Hotel Pakaritampu stellte sich wieder mal als eine Oase der Ruhe und Geborgenheit dar. Was für ein Kleinod in der staubigen Umgebung. Und mit einem Essen, was seines Gleichen sucht. Köstlich!


Den Koch hätte ich gerne mit nach Hause genommen. In diesen 2 Tagen haben wir unsere Wanderschuhe lieben gelernt, denn die Strassen sind an einigen Stellen eher Schotterpisten. Hier gab es den schönsten Silberschmuck auf der ganzen Reise; und zu zivilen Preisen (man muss allerdings ein wenig handeln). Dann rückte der 8. September näher, an dem wir nachmittags von Ollantaytambo nach Aguas Calientes aufbrachen. Was lässt sich zu Aguas Calientes sagen? Der Ort selber hat nicht viel zu bieten, es ist eben der Startpunkt für Machu Picchu. Aaaaber, es gibt am Platz eine Konditorei mit Internet-Cafe mit dem leckersten Schokoladenkuchen, den wir jemals gegessen haben!

Am nächsten Tag war es soweit - DAS HIGHLIGHT DER REISE - wir erklommen Machu Picchu mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages, die über den Berg fielen. An diesem Tag habe ich ca. 400 Fotos gemacht, Machu Picchu zu beschreiben ist kaum möglich. Diese Inkaruinen sind Zeugen einer hochentwickelten Alt-Kultur wie sie seinesgleichen auf dieser Erde sucht. Es gibt Hunderte/Tausende von Bildern über diese Stätte, aber im Schatten auf einer Bank, direkt am Eingang des Geländes dieses großartige Areal zu betrachten, davon hatte mein Mann als kleiner Junge geträumt und nun, fast 40 Jahre später, wurde dieser Traum an unserem 22. Hochzeitstag Wirklichkeit. 

WeltbesterSchokoladenkucheninAguasCalientes ger

Wir haben das Gelände 2 mal erkundet. Einmal früh morgens und dann vormittags noch einmal mit Erklärungen von Yovanna, so dass wir das ganze Gelände dann noch einmal mit den hervorragenden Erläuterungen und anderen Augen betrachten konnten. So ging einer der erlebnisreichsten Tage unserer Reise und unseres Lebens zu Ende.


Da wir 8 Stunden auf Machu Picchu verbracht haben, entschieden wir uns, am nächsten Tag nicht noch einmal dort hinauf zu fahren, denn das 2te Mal hätte nicht schöner sein können, wir hatten Traumwetter! Aber bitte VORSICHT! Machu Picchu ohne Mückenschutz zu erklimmen ist sträflicher Leichtsinn. Die Bilder eines jungen Mannes mit kurzen Hosen und Hunderten von Mückenstichen auf den Unterschenkeln ließen mich erschaudern. Das in Peru erhältliche Mückenschutzmittel mit Aloe Vera ist hervorragend und hält die minikleinen Viecher weitestgehend fern.

Die letzten 4 Tage in Cusco besuchten wir noch die Stätten der alten Inka / Quechua, denn wie wir gelernt haben, waren die Inka nur die Fürsten, das Volk hieß Quechua. Tipp: Sacsayhuaman mit wunderschönem Blick auf Cusco, sollte man sich nicht entgehen lassen. Aber auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende!

Doch welch eine Überraschung. Zu Hause angekommen, gab es am nächsten Tag ein Päckchen. Hm, von wem sollte das nun sein, wir hatten nichts bestellt. Umso größer war die Freude mit einer Flasche Wein und einem persönlichen Schreiben zu Hause begrüßt zu werden. Wir können nur sagen: "Perfekt"

 

GenialeBauweiseinMachuPicchu ger


Herr Carrera, herzlichen Dank für diese wunderschöne Reise. Sie haben nicht zu viel versprochen; eher zu wenig :-). Peru's Norden mit Trujillo werden wir, falls wir diese Reise auch noch machen möchten, sicher wieder in Ihre Hände legen. Es war ein Traum (1600 Fotos zeugen davon).

Herzlichst
Ihre Maria-Luise Klinder